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THERAPIE AM WALD

persönl. erreichbar Mo-Fr 8:15-8:45 und 12:45-13:30

PSYCHOTHERAPIE


Jeder Mensch ist einzigartig, jede Situation ist besonders, daher ist auch jeder Therapieverlauf individuell. Gemeinsam beraten wir, welche Therapieziele in der aktuellen Situation zu welchem Zeitpunkt im Vordergrund stehen sollen und wie wir diese am besten erreichen können.

Der folgende Überblick stellt typische Probleme und mögliche Therapieansätze dar:

Ängste und Panikattacken

Angststörungen sind sehr verbreitet. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass der Betroffene Angst hat in Situationen oder vor Objekten, die objektiv nicht gefährlich sind und damit von anderen auch nicht als bedrohlich empfunden werden. Der Betroffene weiss das, aber hat trotzdem Angst.
Angst äußert sich manchmal vorwiegend in körperlichen Symptomen (z.B. Herzrasen, Schwindel), ohne dass formulierbare Angstgefühle im Vordergrund stehen. Vor allem Panikattacken sind dadurch gekennzeichnet, dass eine extreme körperliche Symptomatik scheinbar aus dem Nichts auftaucht, die an einen Herzanfall oder ähnliches denken lässt.
Die therapeutische Unterstützung bei Angstproblemen konzentriert sich zunächst auf Erklärung und Aufklärung darüber, wie die Angst entsteht und wie sie aufrecht erhalten wird. Entspannung und kognitive Arbeit tragen zusätzlich dazu bei, die Symptome einzudämmen. In der Imagination lassen sich angstbesetzte Situationen mental durchspielen sowie tiefere Ursachen bearbeiten.

Depressionen

Depressive Phasen gehen einher mit fehlendem Antrieb und Freudlosigkeit. Der Mensch fühlt sich wie in einem tiefen Loch und sieht kein Licht mehr. Zu nichts kann er sich aufraffen, nichts macht Freude, alles ist dunkel. Hinzu kommen oft körperliche Probleme wie Schlaflosigkeit oder Schmerzen.
Die Hürde, sich therapeutische Hilfe zu holen, erscheint unüberwindlich, da sie Aktivität erfordert und die Hoffnung voraussetzt, dass Veränderung möglich ist.
Die Ursachen für depressive Symptome können vielgestaltig sein, oft ist ein Ereignis oder Situationsveränderung auszumachen, die am Beginn der Entwicklung von depressiven Problemen steht.
Die Therapie wird sich zunächst auf die Verbesserung der Symptome konzentrieren, sodass der Alltag wieder erfolgreicher bewältigt werden kann. Dabei hat sich die kognitive Therapie bewährt. Begleitend ist es sinnvoll, an belastenden Lebensthemen zu arbeiten, zum Beispiel mit Imaginationsarbeit.

Psychosomatische Beschwerden und Schmerzen

Von psychosomatischen Beschwerden spricht man oft, wenn es körperlichen Beschwerden (Schmerzen, Schwindel,...) gibt, die nicht oder nicht vollständig mit einer körperliche Ursache erklärt werden können. Sie werden auch somatoforme oder funktionelle Störungen genannt. Die vermeintliche Unerklärbarkeit dieser körperlichen Probleme ist für den Betroffenen extrem belastend.
Die Beschwerden hängen oft damit zusammen, dass das vegetative Nervensystem im Ungleichgewicht ist. Zusätzlich können belastende Situationen quasi im Körper gespeichert sein. Durch Schmerzen oder andere körperliche Beschwerden entstehen wiederum zusätzliche Belastung und Stress, wodurch ein Kreislauf von Schmerzen und Beschwerden in Gang gesetzt und am Leben gehalten wird.
Durch achtsame körperliche Übungen können sich im Körper blockierte Energien lösen, durch Gespräche und Imaginationsarbeit belastende Erlebnisse bearbeitet werden. Entspannungsübungen lassen das vegetative Nervensystem zur Ruhe kommen.

Krisenhafte Situationen

In einer Situation, die völlig ausweglos erscheint, ist es wichtig, jemanden zu finden, der vertrauensvoll und einfühlsam zuhört.
Wichtigstes Behandlungsziel ist es zunächst, den Klienten zu stützen und zu stabilisieren, damit er wieder Zugang zu den eigenen Stärken und Ressourcen finden kann. Neben lösungsorientierten Gesprächen eignen sich dazu stärkende Imaginationen.

Trauer und Verluste

Auf einen Verlust mit Trauergefühlen zu reagieren ist gesund und normal. Es kann sich um den Tod eines lieben Menschen handeln aber auch um den Abschied von einer Partnerschaft oder einer Arbeitsstelle. Jede wichtige Lebensveränderung beinhaltet einen Abschied und verlangt einen Neubeginn. Jeder Abschied birgt Trauer in sich.
Jeder Mensch ist individuell und jede Beziehung ist individuell, deshalb ist auch jede Trauerreaktion individuell. In manchen Fällen kann die Trauerbewältigung so belastend werden, dass professionelle Hilfe sinnvoll ist. Therapeutische Gespräche helfen, die Reaktion auch in ihrem Ausmaß zu anzunehmen, Offenes abzuschließen und ins Leben zurückzufinden.

Stress und Burnout

Durch unsere Lebens- und Arbeitsbedingungen haben Stresssymptome stark zugenommen bis hin zum Krankheitsbild des Burnout, das sich in verschiedenen Formen zeigen kann. Meist stehen körperliche Symptome und Erschöpfung aber auch Ängste oder depressive Symptome im Vordergrund.
Bei der Behandlung von Burnout helfen Entspannungs- und Achtsamkeitsübungen. Kognitive Methoden haben das Ziel, die inneren Einstellungen und gedanklichen Muster zu erkennen und zu verändern, die die Kisensituation begünstigt haben.

Methoden im Überblick

Klientenzentrierte Gesprächstherapie

Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach Carl Rogers geht davon aus, dass die Qualität der Beziehung zwischen dem Therapeuten und seinem Klienten die Basis für eine erfolgreiche Therapie darstellt. Der Therapeut tritt jedem Klienten mit unbedingter positiver Wertschätzung und Empathie gegenüber. Diese Grundhaltung des Therapeuten und die angeborene Tendenz in jedem Menschen, sich weiterzuentwickeln, sind die Basis für einen erfolgreichen Verlauf.

Lösungsorientierte Therapie

Der systemisch lösungsorientierte Ansatz stellt die Lösung in den Vordergrund. Er geht davon aus, dass es wenig hilfreich ist, in die Vergangenheit zu blicken mit dem Ziel, die Entstehung des Problems unbedingt verstehen zu wollen. Die lösungsorientierte Therapie konzentriert sich stattdessen auf Ihre persönlichen Wünsche und Zielvorstellungen und macht Stärken und Ressourcen bewusst, um daraus Lösungen zu entwickeln.

Das systemisch lösungsorientierte Denken hat seinen Ursprung in Beratung und Coaching, hat sich aber mittlerweile auch im therapeutischen Umfeld bewährt.

Kognitive Therapie

Kognitive Methoden beschäftigen sich mit den Gedanken. Gedanken sind die Ursache für Gefühle, Verhalten und körperliche Reaktionen. Zunächst geht es darum, diesen Wirkmechanismus zu verstehen und bewusst werden zu lassen, welche Konsequenzen sich daraus für das eigene Leben und Erleben ergeben. Danach untersuchen wir, welche individuellen gedanklichen Muster vorliegen und welchen Einfluss sie in welcher Situation haben. Das eigentliche Ziel ist es, hinderliche Muster zu identifizieren und durch hilfreichere zu ersetzen. Die oben beschriebene lösungsorientierte Denkweise fließt auch in die kognitiven Arbeit ein.

Kognitive Methoden gehören in der westlichen Psychotherapie in den Bereich der Verhaltenstherapie. In der Geisteslehre des Buddhismus ist die Auseinandersetzung mit Geist und Verstand eine wesentliche Grundlage der gesamten Lehre.

Imaginationstherapie (auch Katathym imaginative Psychotherapie KiP)

Die Imaginationstherapie ist eine Methode, in der die Arbeit mit inneren Bildern im Vordergrund steht. In einem entspannten Zustand entwickeln Sie, angeregt durch vorgegebene Themen, bildhafte Vorstellungen, die Sie möglichst genau beschreiben. Ich führe Sie behutsam und beschützend innerhalb Ihrer Bilderwelt, ohne Ihnen eigenes Handeln abzunehmen. Gemeinsames Ziel ist es, Sie zu stärken und den Zugang zu den eigenen Gefühlen und inneren Ressourcen zu verbessern.

Ähnlich wie im Traum entwickelt sich die Auseinandersetzung mit wesentlichen persönlichen Themen auf der symbolhaften Ebene der Bilder, ohne dass möglicherweise belastende Erlebnisse aus der Vergangenheit konkret zur Sprache oder überhaupt ins Bewusstsein kommen müssen.

Systemische Therapie

Als soziales Wesen "funktioniert" kein Mensch für sich allein sondern jeder ist eingebunden in verschiedene Systeme. Als System kann man sich die aktuelle Familie, die Herkunftsfamilie, die Arbeitsumgebung, die sozialen Kontakte mit Freunden usw. vorstellen. Die systemische Therapie sieht den Menschen immer als Teil der verschiedenen Systeme und betrachtet demzufolge auch jedes Problem in Bezug auf seine Ursachen und Auswirkungen innerhalb des Systems. Man kann es vergleichen mit einem Mobile: wenn ein Teil bewegt wird, reagiert das Ganze (System).

Neben den systemischen Gesichtspunkten bei Diagnose und Behandlung fließen auch konkrete Methoden wie Genogramm oder Aufstellungsarbeit mit Symbolen in die gemeinsame Arbeit ein.